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Der Frühling ist da! Mit Kinderyoga die Resilienz der Kinder stärken

Dieser Artikel wurde ursprünglich im April 2021 im Magazin Familiii veröffentlicht. 

Der Frühling ist da! Wir können ihn riechen, spüren, sehen und hören. Alles wird nach und nach grün, die Blumen leuchten in den schönsten Farben, die Vögel zwitschern und die Bienen summen. Und mit dem Frühlingsbeginn kommt auch die Motivation nach Bewegung zurück – am besten in der Natur. 

Laut verschiedener Studien bewegen sich die Österreicher zu wenig. Ob und inwieweit die Lockdowns Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Kinder haben, weiß niemand. In jedem Fall haben sie ein hartes Jahr hinter sich und es ist wichtig, die Kinder aufzufangen.

Mein Anliegen ist es, mit Tipps rund um Yoga die Familien, Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen Rituale aufzubauen, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen und die Freude an der Bewegung wiederzufinden. Für eine Begegnung auf Augenhöhe, für eine bindungsstärkende und schöne, gemeinsame Zeit und um die Kinder darin zu unterstützen innere Stärke und Widerstandsfähigkeit zu entwickeln.

Also raus aus der Winterruhe und rein in die Bewegung, als ein wichtiger Schritt, um die körperliche und psychische Gesundheit der Kinder und auch Erwachsenen zu erhalten und wieder mehr Normalität in den Alltag zu bringen. 

Inspiriert vom Frühling habe ich einige schöne Kinderyogahaltungen zusammengestellt, die für Groß und Klein leicht nachzumachen sind. Wie immer ist es für die Kinder am schönsten, wenn die Großen auch mitmachen.

Bevor ihr mit Yoga beginnt wäre es toll, einen aufgeräumten und sauberen Platz zu finden, an dem ihr euch wohl fühlt und das Handy und alle Geräuschquellen auszuschalten. Die Kinder gestalten den Ort bestimmt gerne mit und sie haben oft sehr schöne und kreative Ideen. Entzündet gemeinsam eine Kerze, die an einem sicheren Ort steht und euch auf die gemeinsame Zeit einstimmt. 

Einstieg in die kurze Yogaeinheit

Im Yoga wurden viele Übungen von der Natur abgeschaut und ins Yoga übernommen. Im Frühling bietet es sich an entweder einen Frühlingsspaziergang zu unternehmen und einige Gegenstände aus der Natur mitzunehmen, zu befühlen und betrachten oder – falls das nicht möglich ist – die Natur und die Veränderungen in der Natur auf Fotos oder in Büchern genau zu betrachten. 

Kinder bauen sehr schnell eine Fantasiewelt auf und schlüpfen dann gerne in verschiedene Rollen.

Die Yogahaltungen genau erklärt

Auf der Blumenwiese – „Same und Blume“ mit kurzer Massage

Bevor eine Blume eine bunte und wunderschöne Blume wird, ist sie ein Same oder eine Blumenzwiebel. Die Kinder kommen dazu in den Fersensitz und beugen sich aus der Hüfte heraus nach vorne. Die Knie können geöffnet sein. Die Stirn liegt sanft auf dem Boden. 

Um zu wachsen benötigt der Same/die Blumenzwiebel die Wärme der Sonne (an dieser Stelle können die Eltern die Hände fest aneinander reiben und auf den Rücken der Kinder legen) und Wasser (mit den Fingern vorsichtig Wassertropfen auf den Rücken regnen lassen).

Wenn die Kinder möchten, können sie sich langsam bewegen, nach oben wachsen und mit den Händen Blütenblätter formen.

Atemübung: An der Blüte riechen

An dieser Stelle bietet sich eine sehr nette Atemübung an. Die Kinder riechen an ihrer mit den Händen geformten Blüte, indem sie den Duft durch die Nase einsaugen und mit einem lauten „Aaahhh“ durch den Mund ausatmen. Die Atemübung kann einige Male durchgeführt werden.

Der Schmetterling

Diese wunderschöne Blume zieht die Schmetterlinge mit ihrem Duft an, die den Blütennektar trinken. Für den Schmetterling können die Kinder zur Musik tanzen und dann in den Yogaschmetterling kommen, indem sie die Fußsohlen aneinander geben, das sind die Schmetterlingsflügel. Mit den Zeigefingern Fühler formen und Ellbogen und Knie auf- und ab bewegen. 

Katze und Kuh

Auf der Blumenwiese wächst so ein saftiges und gutes Gras, dass der Bauer seine Kühe auf der Wiese grasen lässt. Die Kühe muhen laut, weil ihnen das Gras so gut schmeckt.

Die Kinder sind im Vierfüßlerstand und kommen leicht ins Hohlkreuz und machen laut „Muuuh!“ 

Schließlich schleicht noch eine Katze durch die schöne Blumenwiese, sie dehnt und streckt sich und macht einen richtigen Katzenbuckel. 

Aus der Kuh heraus runden die Kinder den Rücken wie eine Katze und miauen, dann kommen sie wieder in die Gegenhaltung, die Kuh und gehen leicht ins Hohlkreuz – Muuuh! Einige Male wiederholen, denn dabei wird die Wirbelsäule schön durchbewegt.

Die Blume freut sich sehr über die vielen Besucher!

Malmassage zum Abschluss

Jetzt ist die schöne Blume müde, schließt ihre Blütenblätter wieder und macht sich ganz klein wie ganz zu Beginn (erste Yogahaltung). Wenn die Kinder es möchten, malt ein Elternteil oder ein anderes Kind eine Pflanze, ein Tier oder einen Gegenstand passend zum Frühling auf den Rücken des Kindes (Vogelei, Blume, Sonne, Wolke etc.).

Massagen sind am Ende der gemeinsamen Yoga Zeit für die Kinder immer sehr schön, um zu entspannen, zu verarbeiten, Anspannungen loszulassen und Verbindung und Nähe zu den Eltern zu schaffen. Anschließend können die Rollen getauscht werden.